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01 U18 Wahl 2026 in Bayern
02 Digitalisierung Wahlen
03 Blockchain, Kryptographie und Wahlen

Für Juristen und Juristinnen

Können Personalratswahlen digital durchgeführt werden? Und wenn ja: unter welchen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen? Das Gutachten analysiert den Öffentlichkeitsgrundsatz als zentrales Nadelöhr der Wahldigitalisierung, prüft die bayerische Experimentierklausel (Art. 56 BayDiG) als Türöffner für Pilotprojekte und unterzieht kryptografische Verfahren — von Blockchain über homomorphe Verschlüsselung bis zu Zero-Knowledge Proofs — einem verfassungsrechtlichen Stresstest. Das Ergebnis: Die Hürden sind hoch, aber nicht unüberwindbar. Das Gutachten zeigt präzise, wo der Gesetzgeber Spielraum hat und welche technischen Architekturen dem Öffentlichkeitsgrundsatz standhalten können.

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Das Projekt : Darum geht’s bei Urban Verified

Im Februar 2026 wählt Bayern seinen Jugendrat — zum Teil digital, zum Teil auf Papier. Die Wähler:innen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt. Sie haben keine analoge Referenz: keine Kabine, keine Urne, keinen Auszählraum. Ihre erste demokratische Handlung ist softwarevermittelt.

Wir messen nicht, ob das System einfach zu bedienen war. Wir messen, ob die Stimmabgabe sich demokratisch bedeutsam anfühlt. Ob die Entscheidung verbindlich wirkt. Ob der Prozess den Eindruck erweckt, nachprüfbar zu sein — auch wenn niemand nachprüft. Between-Subjects-Design, Befragung direkt nach dem Wahlakt.

Im Februar 2026 wählt Bayern erstmals einen Jugendrat, der teilweise digital und teilweise auf Papier bestimmt wird. Die Wähler:innen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt. Für viele von ihnen ist diese Abstimmung nicht nur ihre erste Wahl — sondern ihre erste Begegnung mit demokratischer Teilhabe überhaupt.

Mehr zum Projekt

Unsere Projekte

Die Ergebnisse der Untersuchung werden zu übergreifenden Learnings zusammengefasst. Im Fokus steht, welche Elemente des Wahlprozesses das Gefühl von Verbindlichkeit, Vertrauen und demokratischer Bedeutung prägen.

Im Folgenden die Kern-Learnings.

Verbindlichkeit entsteht durch Prozesssignale

Teilnehmende berichten ein stärkeres Gefühl demokratischer Bedeutung, wenn der Wahlprozess klare Übergänge und Bestätigungsschritte enthält.

Ich finde es toll, dass digitales Wählen möglich ist, und dass ich hier meine Stimme abgeben durfte.

— Anonymer Kommentar eines Studienteilnehmers

Sichtbare Struktur ersetzt physische Rituale

Elemente wie Fortschrittsanzeigen, Prüfschritte oder transparente Abläufe übernehmen teilweise die Rolle traditioneller Wahlrituale.

Ich muss zudem anmerken, dass ich eine Manipulation der Wahl für möglich halte. Wer das technische Know-how hat könnte die Wahl beeinflussen.

— Anonymer Kommentar eines Studienteilnehmers

Wahlen sollten schon digital stattfinden aber mit sehr sehr hohen Sicherheits-standards.

— Anonymer Kommentar eines Studienteilnehmers

Nachvollziehbarkeit wird wahrgenommen, nicht geprüft

Der Eindruck, dass ein System überprüfbar sein könnte, reicht häufig aus, um Vertrauen zu erzeugen — selbst ohne tatsächliche Einsicht in technische Details.

Auch wenn sich die digitale Wahl nicht so anfühlt wie es in einer echten Wahlkabine sein muss, denke ich dass meine Stimme gut aufgehoben ist.

— Anonymer Kommentar eines Studienteilnehmers

Trotzdem finde ich das Wählen an einem Ort mit Papier und Stift Menschlicher und besser.

— Anonymer Kommentar eines Studienteilnehmers

Interface-Design prägt demokratische Wahrnehmung

Gestaltung und Sprache des Systems beeinflussen messbar, ob Wähler:innen ihre Stimme als politisch wirksam wahrnehmen.

Digitale Wahlen gut für unter 18-jährige weil die haben eh fast alle ein mobiles Endgerät.