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01 U18 Wahl 2026 in Bayern
02 Digitalisierung Wahlen
03 Blockchain, Kryptographie und Wahlen

Kann die Demokratie beweisen, dass sie funktioniert?

Förderkontext
DATI Innovationssprint BMFTR
Thema
Digitale Bürgerbeteiligung
Fokus
Vertrauen, Nachweisbarkeit, Akzeptanz

Ein Forschungsprojekt an der Schnittstelle von Technologie, Recht und Nutzerakzeptanz. Wissenschaftliche Begleitung der ersten digital durchgeführten U18-Wahlen in Bayern, Vorbereitung einer digitalen Personalratswahl der Landeshauptstadt München — und die Frage, was wir von dezentralen Governance-Systemen lernen können.

Urban
Verifiziert

Das Projekt

Wahlen und Mitbestimmung sind der Kern digitaler Bürgerbeteiligung. Dieses Projekt macht sie zum Forschungsgegenstand. Das Projekt untersucht, wie Vertrauen in digitale demokratische Prozesse entsteht — nicht in der Theorie, sondern in realen Wahlen mit realen Wähler:innen.

Gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen eines DATI Innovationssprint

Mehr zum Projekt

Forschungsergebnisse für kommunale und rechtliche Praxis

Für Städte und Kommunen : Orientierung für die kommunale Praxis

Zentrale Forschungsergebnisse kompakt aufbereitet — mit praktischem Anforderungskatalog und Lösungsskizze

Zu den Forschungsergebnissen

Für Jurist:innen : Rechtliche Perspektiven auf digitale Wahlverfahren

Einordnungen zur Rechtslage digitaler Wahlen, zu Experimentierklauseln und zu möglichen Wegen für rechtssichere Erprobung.

Zu den Forschungsergebnissen

01 — U18 Wahl 2026 in Bayern:Was passiert, wenn die erste demokratische Handlung kein Gang zur Urne ist — sondern ein Klick?

Die U18-Wahl Bayern 2026 zeigt, was reale digitale Wahlerfahrung verändert: Jugendliche, die online abgestimmt haben, bewerten digitale Wahlverfahren deutlich akzeptierender als Jugendliche, die sie nur hypothetisch beurteilen.

Vertrauen entsteht dadurch jedoch nicht automatisch. Auch eine Verifikationsfunktion — also die Möglichkeit zu prüfen, ob die eigene Stimme im System angekommen ist — erhöht Verständnis und Technologievertrauen nicht verlässlich.

Die Studie zeigt damit: Digitale Wahlen brauchen mehr als Information. Sie müssen praktisch erfahrbar, einfach nutzbar, rechtlich belastbar und institutionell glaubwürdig sein. Verifikation ist dafür ein zentraler Baustein — nicht als technisches Versprechen allein, sondern als nachvollziehbares Verfahren, das demokratische Integrität überprüfbar macht.

Wahlkontext
U18-Wahl Bayern 2026
Träger
Bayerischer Jugendring
Unterstützung
Bayerisches Digitalministerium
Befragte
N = 511 Jugendliche
Zeitraum
16. – 27. Februar 2026
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02 — Digitalisierung Wahlen:Was passiert, wenn eine Kommune nicht wartet — sondern anfängt?

In Vorbereitung

Die Kommunen sind den Bürger:innen am nächsten. Mit der Digitalisierung von Wahlen dort zu beginnen, heißt am Kern zu beginnen — dort, wo Wahlrecht in operative Verwaltungsroutine übersetzt werden muss. Die Landeshauptstadt München hat dafür gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr eine Anforderungsliste für technische Wahllösungen entwickelt und den Weg über die Experimentierklausel angestoßen.

Die Digitalisierung von Wahlen ist dabei nicht primär technisch. Sie verlangt fachliche Entscheidungen im Wahlamt, eine Anbindung an die städtische Digitalstrategie, und sie verlangt Verfahren, die überprüfbar, manipulationsresistent und für Wähler:innen nachvollziehbar sind. Das Wahlrecht lässt mehr Innovation zu, als oft angenommen wird — auch das wurde untersucht: wo die Grenzen genau liegen und welche Verfahrenswege gangbar sind.

Das Projekt versteht sich als offene Werkstatt. Es dokumentiert ehrlich, was funktioniert hat und was nicht, und teilt Bausteine, die andere Kommunen direkt übernehmen können.

Projektpartner
Landershauptsadt München und Universität der Bundeswehr München
Fokus
Offenes Werkstattformat
Transfer
Anforderungskatalog für andere Kommunen
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03 — Blockchain, Kryptographie und Wahlen:Wann und wie wird aus Verifikation Vertrauen?

Nächste Phase

Estland wählt digital seit 2005. Das System ist keine Blockchain. Was eine Blockchain bereitstellt, ist eine spezifische Infrastrukturleistung. Die Sicherheitseigenschaften, die Wahlen verlangen, liefert sie nicht.

Mathematisch verifizierbar ist nicht dasselbe wie nachvollziehbar — und nicht dasselbe wie vertrauenswürdig. Und wie lässt sich dies vereinbaren mit dem Wahlcomputer-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das verlangt, dass die zentralen Schritte der Wahl „ohne besondere Sachkenntnis“ überprüfbar sein müssen? Unter welchen architektonischen Bedingungen wird Verifikation in Vertrauen übersetzbar - durch verteilte Verifikation, mehrparteilich verwaltete Schlüssel, unabhängige Code-Attestierung?

Ergänzend zeigt ein systematischer Blick in die akademische Literatur.: Was steckt unter dem Label „Blockchain Voting“ wirklich drin? Eine Auswertung akademischer Papers zeigt: Nur selten ist die Chain die lasttragende Schicht ist. Die Sicherheitsarbeit leistet meist die Kryptographie; die Blockchain überdeckt sie begrifflich.

Ansatz
Interdisziplinäre Zusammenarbeit Recht - Technnologie - Nutzerakzeptanz
Transfer
Rechtliche Gutachten, Systematische Literaturübersicht
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